Fußballbundestrainer Wück verlängert Vertrag bis 2029

Fußballbundestrainer Christian Wück hat seinen zum Jahresende auslaufenden Vertrag beim Deutschen Fußball-Bund gleich bis August 2029 verlängert. Dies teilte der DFB mit.

»Es ist ein großes Privileg, dieses besondere Amt weiter ausüben und die Chance haben zu dürfen, das Team bei bis zu drei großen Turnieren zu begleiten«, wird Wück in einer Mitteilung zitiert.

Der 52-Jährige würde die deutschen Fußballerinnen demnach nicht nur wie erwartet bei der Weltmeisterschaft im nächsten Jahr in Brasilien betreuen, sondern bei einer erfolgreichen Qualifikation auch bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles und bei der Heim-EM 2029.

Der Verband schaffte damit vor der im März beginnenden WM-Qualifikation des Nationalteams um Kapitänin Giulia Gwinn Klarheit, auch Wücks Assistentinnen Saskia Bartusiak und Maren Meinert sind bis 2029 dabei.

Gegner auf dem Weg zum nächsten großen Turnier sind Slowenien, Österreich und Norwegen. Der DFB und die Verantwortlichen rund um Wück rechnen fest mit der WM-Qualifikation.

Zweimal an Spanien gescheitert

Wück hatte 2023 mit der männlichen U17-Auswahl des DFB EM- und WM-Titel gewonnen. 2024, nach den Olympischen Sommerspielen von Paris, folgte er als Coach der Nationalspielerinnen als Nachfolger von Horst Hrubesch.

Der Chefcoach schaffte den Umbruch nach Rücktritten wie von Starstürmerin Alexandra Popp. »Unter seiner Leitung ist ein Team gewachsen, das durch selbstbewusstes, dynamisches und begeisterndes Spiel überzeugt«, lobte DFB-Chef Bernd Neuendorf.

Öffentlich bemängelte Wück allerdings auch immer wieder die spielerischen Defizite und den Mangel an Topspielerinnen. Intern stieß sein Umgang zunächst nicht nur auf Gegenliebe: So kritisierte die langjährige Nationalspielerin Felicitas Rauch, als sie nicht nominiert wurde, die Kommunikation des Bundestrainers.

Das Problem mit langfristigen Verträgen

Bei der EM im vergangenen Jahr schied das deutsche Team im Halbfinale gegen Spanien aus. Ebenfalls gegen die Weltmeisterinnen unterlagen die DFB-Frauen danach im Nations-League-Finale.

Mit derart langfristigen Verträgen ist der DFB in der Vergangenheit nicht immer gut gefahren. Im Frühjahr 2023 hatte der Verband den Vertrag mit der damaligen Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg vor der WM der Frauen im Sommer 2023 bis 2025 verlängert. Nach dem historischen Vorrunden-Aus bei der WM trennte sich der Verband von Voss-Tecklenburg und zahlte eine Abfindung. Es war damals ein denkwürdiger Bruch zwischen Trainerin und DFB .

Christian Wück und das Nationalteam bei der EM 2025 in Zürich vor dem Finale gegen Spanien

Foto: Sebastian Christoph Gollnow / dpa

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