Freiburg trotz Niederlage im Achtelfinale, Playoffs für den VfB Stuttgart

Der SC Freiburg und der VfB Stuttgart haben die Ligaphase der Europa League überstanden. Während die Freiburger trotz einem 0:1 (0:1) bei OSC Lille als Siebter der Vorrundentabelle direkt ins Achtelfinale einziehen, muss der VfB Stuttgart den Umweg über die Playoffs nehmen: Der Bundesliga-Fünfte verspielte im Heimspiel gegen die Young Boys aus Bern erst eine 2:0-Führung, spielte dank eines späten Treffers von Chema Andrés dennoch 3:2 (2:1), bekam von den anderen Plätzen aber nicht die nötige Schützenhilfe für einen Platz unter den ersten Acht.

In Stuttgart ging der Blick immer wieder zur Blitztabelle: Nach dem frühen Doppelschlag durch Nationalstürmer Deniz Undav, der eine Hereingabe von Lorenz Assignon verwerten konnte (6. Minute), und Ermedin Demirovic, der Young-Boys-Torwart Marvin Keller nur eine Minute später überwand (7.), schob sich der VfB zwischenzeitlich bis auf Platz acht vor und hätte so die Zwischenrunde überspringen können.

Lange sah es so aus, als würden die Stuttgarter eher noch ausbauen können. Gelegenheiten für Demirovic (23.) und Chris Führich (25.) ging allerdings jeweils eine Abseitsstellung voraus, einen Schuss von Finn Jeltsch aus der zweiten Reihe lenkte Keller an den Pfosten (31.). Kurz vor der Pause kamen die Gäste aus Bern dann allmählich auf – und zum Anschlusstreffer: Ein Fehlpass von Torwart Fabian Bredlow servierte den Young Boys eine Großchance, Armin Gigovic nutzte sie über Umwege (42.).

Nach der Pause schien dem VfB die Partie gänzlich zu entgleiten. Sandro Lauper versenkte nach einem Eckball einen Volleyschuss traumhaft von der Strafraumkante (57.), die Stuttgarter Defensive hatte sichtlich Probleme gegen die Young Boys, die mit einem Sieg ihrerseits den Playoff-Einzug garantiert hätten.

Später Treffer versöhnt nur wenig

Das bessere Ende hatte aber Stuttgart für sich, nachdem Chema Andrés einen Konter zum 3:2 abschloss, den der Spanier selbst mit eingeleitet hatte (90.). Zum Schluss beschwerten sich die VfB-Profis über die kurze Nachspielzeit, Kapitän Atakan Karazor holte sich Gelb ab (90.+3). Die Tordifferenz aber sollte keine Rolle mehr spielen: Weil parallel die AS Rom punktete und KRC Genk gewann, verpasste Stuttgart auch nach Punkten die Top Acht.

Torschütze Undav war nach Abpfiff auch mit dem Spiel seines Teams nur bedingt zufrieden. »Um eine Spitzenmannschaft zu sein, musst du solche Mannschaften vier, fünf null weghauen«, sagte der Stürmer nach dem Spiel.

Für die bis zu diesem Spieltag noch ungeschlagenen Freiburger war es rechnerisch zwar noch möglich, aus den ersten Acht zu fallen und das Achtelfinal-Ticket zu verwirken. Praktisch allerdings bestand wenig Grund zur Sorge. So blieb das Gastspiel beim OSC Lille lange eine relativ unaufgeregte Angelegenheit – bis zur 74. Minute, als Maximilian Eggestein für einen Tritt auf den Knöchel von Matias Fernandez-Pardo die Rote Karte sah.

Der junge Stürmer des OSC stand wenig später erneut im Fokus, als er gegen Cyriaque Irié einen späten Foulelfmeter herausholte. Altstar Olivier Giroud traf vom Punkt (90.+2).

Als Playoff-Gegner am 19. und 26. Februar kommen für die Stuttgarter nun Celtic Glasgow oder Ludogorets Razgrad in Frage, ausgelost wird die Zwischenrunde am Freitag. In der Liga geht es für die zwei deutschen Europa-League-Teilnehmer am Sonntag weiter, dann reisen die Freiburger zum badisch-schwäbischen Duell nach Stuttgart.

Maximilian Eggestein sah glatt Rot

Foto: Gonzalo Fuentes / REUTERS

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