Der 40-jährige Wawrinka ist der älteste Drittrundenteilnehmer seit knapp 50 Jahren
Tennis-Routinier Stan Wawrinka hat seinen finalen Auftritt bei den Australian Open ein weiteres Mal hinausgezögert. Der Melbourne-Champion von 2014, der seine Karriere Ende des Jahres beenden wird, rang den Franzosen Arthur Gea in 4:33 Stunden 4:6, 6:3, 3:6, 7:5, 7:6 (10:3) nieder.
»Ich bin erschöpft. Es ist mein letztes Mal bei den Australian Open, deswegen versuche ich, so lange wie möglich dabei zu bleiben«, sagte Wawrinka im Interview mit Mats Wilander – und fügte in Richtung der Fans an: »Ich bin nicht mehr jung, also brauche ich eure Energie. Es ist ein unglaubliches Gefühl. Ich bin super happy.«
Wawrinka fit, sein Gegner mit Krämpfen
Während sein 21 Jahre alter Gegner gegen Ende mit Krämpfen zu kämpfen hatte, bewegte sich der 40 Jahre alte Wawrinka nach über viereinhalb Stunden noch immer sehr ordentlich.
Der Schweizer ist damit der erste Spieler im Alter von mehr als 40 Jahren in der dritten Runde eines Grand-Slam-Turniers seit dem Australier Ken Rosewall bei den Australian Open 1978. Im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale trifft Wawrinka nun auf den an Nummer neun gesetzten Amerikaner Taylor Fritz.
Wawrinka hatte 2002 als Profi debütiert. In seiner langen Laufbahn holte er auch Olympia-Gold 2008 im Doppel und den Davis Cup 2014 jeweils an der Seite von Roger Federer. Den letzten seiner 16 Titel gewann er 2017 in Genf.
Sinner ohne Mühe
Titelverteidiger Jannik Sinner ist derweil auch in seinem zweiten Spiel kaum gefordert worden. Der Weltranglistenzweite aus Italien gewann gegen den Australier James Duckworth 6:1, 6:4, 6:2 und feierte in Melbourne damit seinen 16. Sieg in Serie. Die einseitige Partie in der Rod Laver Arena dauerte lediglich 1:49 Stunden. Sinner bekommt es jetzt mit dem Amerikaner Eliot Spizzirri zu tun.
Zuvor hatte sich bereits Novak Djokovic problemlos durchgesetzt, Laura Siegemund hingegen ist nach einem Marathon-Match ausgeschieden.
Die Wawrinka-Fans in Down Under waren begeistert
Foto: Paul Crock / AFP