Jan van Aken hört als Co-Vorsitzender der Linken auf

Der Co-Vorsitzende der Linken, Jan van Aken, wird sein Amt im Juni zum Parteitag niederlegen. »In der nächsten Zeit werde ich mich verstärkt um meine Gesundheit kümmern müssen«, teilte van Aken mit. Es bestehe jedoch kein Grund zu größerer Sorge: Es handle sich um keine lebensbedrohliche Krankheit.

Ganz abtreten aus dem politischen Betrieb will der Politiker allerdings nicht. Sein Mandat im Bundestag wird er bis zum Ende der Legislatur ausüben und weiterhin der Partei zur Verfügung stehen – »im Rahmen des dann Möglichen«, schrieb van Aken. Der Schritt falle ihm schwer, er werde »die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ines vermissen«.

Van Aken wurde gemeinsam mit Ines Schwerdtner im Herbst 2024 zum neuen Vorsitzenden der damals strauchelnden Linken gewählt. Das Duo verordnete der Partei mehr Haustürwahlkampf und eine Fokussierung auf soziale Themen. In der Partei sehen viele den Erfolg der Linken bei der Bundestagswahl auch als Verdienst der beiden Vorsitzenden. Zugleich gerieten beide immer wieder in die Kritik, den Nahost-Streit in der Linken nicht ausreichend zu moderieren.

Noch Ende Januar dieses Jahres hatte van Aken an der Seite von Schwerdtner bekundet, erneut für die Doppelspitze kandidieren zu wollen. Der Parteitag findet Mitte Juni in Potsdam statt.

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