Shell nutzt der Krieg am Golf

Die wegen des Irankriegs stark gestiegenen Öl- und Gaspreise haben dem britischen Ölkonzern Shell einen Gewinnsprung beschert: Der um Sonderposten bereinigte Gewinn zog im ersten Quartal auf 6,9 Milliarden US-Dollar (5,9 Mrd Euro) an. Das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorquartal, teilte der Konzern mit. Vor allem die Raffineriesparte und die Förderung konnten ihre Gewinnbeiträge deutlich steigern. Analysten hatten im Schnitt mit deutlich weniger Gewinn gerechnet. Beim Aktienrückkauf tritt Shell im laufenden Quartal dagegen etwas auf die Bremse.

Der Krieg im Nahen Osten hat nicht nur die Ölpreise in die Höhe getrieben , sondern auch viele Produktionsanlagen am Golf beschädigt. Der Transport von Öl durch die Straße von Hormus war und ist weiter stark eingeschränkt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent ist seit Beginn des Konflikts um über die Hälfte gestiegen und liegt aktuell weiter bei über 100 Dollar.

Gas und Kerosin könnten knapp werden, ebenso Dünger und Einweghandschuhe: Deutschland droht nach Pandemie und Ukrainekrieg erneut eine Notlage. Die Industrie schlägt Alarm, Kanzler und Wirtschaftsministerin ducken sich weg. Lesen Sie hier mehr zum Thema. 

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