Porsche wickelt drei Tochterfirmen ab – 500 Jobs betroffen
Der Stuttgarter Luxusautobauer Porsche schließt drei seiner Werke und baut mehr als 500 Stellen ab. Die Batterietochter Cellforce, die eBike Performance GmbH sowie die Softwaretochter Cetitec sollen nicht weitergeführt werden, wie das Stuttgarter Unternehmen mitteilte. Das hätten Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen.
Insgesamt sind den Angaben nach etwa 500 Beschäftigte betroffen. Erst vor zwei Wochen hatte Porsche angekündigt, unter anderem seine Beteiligung an der Luxus-Sportwagenschmiede Bugatti verkaufen zu wollen.
Porsche muss sich nach Angaben von Vorstandschef Michael Leiters wieder auf das Kerngeschäft fokussieren. Das sei die unabdingbare Grundlage für eine erfolgreiche strategische Neuausrichtung. »Das zwingt uns zu schmerzhaften Einschnitten – auch bei unseren Tochtergesellschaften«, sagte Leiters. Bis wann die Töchter abgewickelt werden sollen, ist unklar.
Erst im vergangenen August hatte die VW-Tochter einen Personalabbau bei Cellforce mit Sitz im baden-württembergischen Kirchentellinsfurt angekündigt. Grund für den Schritt war ein Strategiewechsel – weg von den ambitionierten E-Auto-Zielen, wieder hin zu mehr Verbrennern. Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung mit einer technologieoffenen Antriebsstrategie besteht für Cellforce keine ausreichend tragfähige Perspektive mehr, teilte Porsche nun mit. Rund 50 Mitarbeiter seien vom Personalabbau betroffen.
Die Porsche eBike Performance GmbH wurde einst zur Entwicklung von E-Bike-Antriebssystemen gegründet. Die Aktivitäten werden den Angaben nach wegen grundlegend veränderter Marktbedingungen eingestellt. Die Betriebsschließung an den Standorten Ottobrunn und Zagreb betreffe rund 350 Mitarbeiter. Bei der Softwarefirma Cetitec mit Sitz in Pforzheim sind etwa 60 Mitarbeiter in Deutschland und 30 in Kroatien von der geplanten Abwicklung betroffen. Dort wird die Geschäftsleitung Gespräche mit dem Betriebsrat aufnehmen.
Weltweit hat Porsche rund 42.000 Beschäftigte. Schon Anfang 2025 hatte der Autobauer mitgeteilt, 1900 Stellen abbauen zu wollen. Damals war als Ziel ausgegeben worden, bis 2029 etwa 15 Prozent der Belegschaft einzusparen.
Der deutsche Luxusautobauer hat schwierige Jahre hinter sich. Hohe Investitionen in die Entwicklung von E-Autos zahlten sich häufig nicht aus, zudem leidet der Hersteller besonders stark unter den von US-Präsident Donald Trump verhängten Zöllen. Auch das Chinageschäft schwächelt.
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