Zverev wischt erst Vogelkot vom Platz, dann den Gegner
Alexander Zverev steht bei den Australian Open im Achtelfinale. Der Vorjahresfinalist gewann in Melbourne die Drittrunden-Partie gegen Cameron Norrie 7:5, 4:6, 6:3, 6:1 und musste für seinen Erfolg schwer schuften – und das nicht nur bei den Ballwechseln.
Immer wieder musste das Spiel kurz unterbrochen werden, damit Handtücher zum Einsatz kommen konnten. Der Grund: Der Court musste von Möwenkot befreit werden. Dabei kam es vor, dass Zverev auch selbst zum Handtuch griff.
Dass die Vögel ihr Geschäft über den australischen Hartplätzen verrichten, geschieht nicht zum ersten Mal. Das dürfte kaum jemand besser wissen als Zverev selbst. 2023 erleichterte sich ein Vogel derart, dass er Zverevs Kopf erwischte . Damals unterlag Zverev dem US-Amerikaner Michael Mmoh in Runde zwei.
Diesmal brachten Zverev weder die Unterbrechungen noch der Griff zum Wischtuch aus dem Konzept: In der John Cain Arena verwandelte der 28-Jährige nach 2:46 Stunden seinen ersten Matchball. Für ihn war es im siebten Duell mit dem Briten Norrie der siebte Sieg.
Mit seinem Erfolg sorgte Zverev für eine Bestmarke im deutschen Tennis: Zum siebten Mal schaffte er es bei den Australian Open in die vierte Runde. Das war vor ihm noch keinem deutschen Spieler gelungen. Boris Becker gelangte am Yarra River sechsmal ins Achtelfinale.
Zverev bekommt es nun im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale am Sonntag mit dem Argentinier Francisco Cerundolo zu tun, gegen den er von fünf Duellen bislang drei verloren hat. Cerundolo besiegte den Russen Andrej Rubljow 6:3, 7:6 (7:4), 6:3.
Sollte Zverev auch Cerundolo schlagen, könnte ein Duell mit seinem Angstgegner Daniil Medwedew im Viertelfinale anstehen. Der Russe überstand auch einen 0:2-Rückstand gegen Fábián Marozsán und trifft in der nächsten Runde auf Learner Tien aus den USA. Im Falle eines Erfolgs träfe er auf Zverev.
Zverev nach seinem Erfolg über Norrie
Foto: Aaron Favila / AP