Tennisspiele wegen großer Hitze bei den Australian Open unterbrochen

Die Hitze in Melbourne fordert ihren Tribut: Wegen Temperaturen von deutlich mehr als 35 Grad griff am Samstagnachmittag (Ortszeit) die sogenannte Heat Rule. Der Veranstalter unterbrach alle Matches und Trainings auf den äußeren Plätzen der Anlage. Bei den großen Arenen – der Rod Laver Arena, der Margaret Court Arena und der John Cain Arena – wurden die Dächer geschlossen und es konnte nach kurzer Zeit weitergespielt werden.

Unter anderem der Weltranglistenzweite Jannik Sinner, der bei seinem Drittrundenmatch gegen den US-Amerikaner Eliot Spizzirri zu Beginn mit starken körperlichen Problemen zu kämpfen hatte, musste seine Partie für einige Minuten unterbrechen. Die großen Arenen können auch gekühlt werden.

Bereits zuvor gewann Titelverteidigerin Madison Keys nach einer konzentrierten Leistung und steht nun vor einem speziellen Achtelfinalmatch. In der dritten Runde bezwang die US-Amerikanerin die einstige Weltranglistenerste Karolina Pliskova aus Tschechien mit 6:3, 6:3 – jetzt wartet im Kampf um den Viertelfinaleinzug ein Duell mit ihrer Landsfrau und guten Freundin Jessica Pegula.

»Mein Aufschlag hat mich aus einigen schwierigen Situationen gerettet«, sagte Keys: »Das gibt mir das Selbstvertrauen, dass ich mein bestes Tennis spielen kann, wenn ich unter Druck stehe.« Vergangenes Jahr hatte die 30-Jährige in Melbourne ihren größten Karriereerfolg gefeiert. In einem hochklassigen Finale schlug sie überraschend Aryna Sabalenka und verhinderte den dritten Erfolg der Belarussin bei den Australian Open in Folge.

Zverev mit bisher besten Turnierleistung im Achtelfinale

Auch der Deutsche Alexander Zverev kommt auf der Jagd nach seinem ersten Grand-Slam-Titel immer besser in Schwung. Auf seinem Weg ins Achtelfinale der Australian Open ließ sich der Weltranglistendritte auch vom ersten gesetzten Kontrahenten in diesem Jahr nicht aufhalten. Er schlug den Briten Cameron Norrie dank der bisher besten Turnierleistung mit 7:5, 4:6, 6:3, 6:1.

Auf seinem Lieblingscourt der Anlage im Melbourne Park verwandelte Zverev nach 2:46 Stunden den Matchball mit einem Ass. Er zog zum siebten Mal in die Runde der besten 16 in Melbourne ein – seinem bisherigen Co-Rekordhalter Boris Becker gelang das in seiner Karriere nur sechsmal.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version wurde Jannik Sinner als Weltranglistenerster bezeichnet. Er steht allerdings derzeit auf Platz zwei hinter dem Spanier Carlos Alcaraz. Wir haben die Angabe korrigiert.

Titelverteidigerin Madison Keys: Duell mit guter Freundin Jessica Pegula im Achtelfinale

Foto: Lukas Coch / EPA

Das könnte Ihnen auch gefallen