Christian Schwarz-Schilling ist tot

Der ehemalige Bundespostminister Christian Schwarz-Schilling (CDU) ist tot. Er starb im Alter von 95 Jahren, wie die CDU Hessen mitteilte. Schwarz-Schilling sei am Ostermontag im Kreise seiner Familie im hessischen Büdingen gestorben, teilte der hessische CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Brand mit, ein langjähriger Freund des verstorbenen CDU-Politikers. Schwarz-Schilling war von 1982 bis 1992 Minister für Post und Telekommunikation, lange Zeit Bundestagsabgeordneter und später Hoher Repräsentant für Bosnien und Herzegowina.

»Mit Christian Schwarz-Schilling verlieren wir einen großen Demokraten, einen Mann der klaren Haltung«, heißt es in dem Statement der CDU Hessen. Er habe als langjähriger Bundestagsabgeordneter und Bundesminister für Post und Telekommunikation die Modernisierung des Landes geprägt und »wichtige Weichen für die Zukunft gestellt«. Weiter heißt es: »Sein Einsatz für Frieden, Freiheit und Verständigung – besonders auf dem Balkan – bleibt unvergessen.«

Auch für die CDU Hessen sei Schwarz-Schilling wichtig gewesen: »Als langjähriger Generalsekretär und stellvertretender Landesvorsitzender hat er die Partei entscheidend geprägt, inhaltlich mitgestaltet und maßgeblich zu ihrer Verankerung im Land beigetragen. Wir verneigen uns vor seinem Lebenswerk. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie.«

Schwarz-Schilling trat 1960 in die CDU ein und engagierte sich zunächst in der hessischen Kommunal- und Landespolitik. Auf Bundesebene war er von 1977 bis 1997 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU/CSU-Mittelstandsvereinigung und von 1979 bis 1982 Präsident des Exekutivbüros der Europäischen Mittelstands-Union (EMSU). Von 1975 bis 1983 war er medienpolitischer Sprecher der CDU und zugleich Vorsitzender des Koordinierungsausschusses für Medienpolitik der CDU/CSU. 1982 wurde er unter Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) Bundesminister für Post- und Fernmeldewesen (ab 1989 dann Post und Telekommunikation) und behielt das Amt bis 1992 inne.

2006 und 2007 war Schwarz-Schilling Hoher Repräsentant für Bosnien und Herzegowina. In dieser Position überwachte er das Friedensabkommen von Dayton.

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