Woolworth und TK Maxx rufen Spielzeuge wegen Asbestgefahr zurück

Der Discounter Woolworth und die Kaufhauskette TK Maxx haben bundesweit Spielfiguren der Marke Stretcherz aus dem Handel genommen, weil der in den Spielzeugen verwendete Sand Spuren von Asbest enthalten könnte. Es handele sich um vorsorgliche Maßnahmen, betonten beide Unternehmen. Das Gesamtrisiko werde als gering eingeschätzt, hieß es in einer TK Maxx-Mitteilung .

Bei Woolworth seien neben der bereits zurückgezogenen Spielfigurenserie »Stretcherz Slammerz« auch die Produkte »Stretcherz Street Smash Car« und »Stretcherz Stretch Squad Dinos« betroffen, sagte ein Sprecher des Unternehmens im nordrhein-westfälischen Unna.

Die Figuren seien in allen Woolworth-Geschäften aus dem Verkauf genommen worden. Bereits gekaufte Artikel könnten gegen volle Kostenerstattung zurückgegeben werden. Es handele sich um eine vorsorgliche Maßnahme. Er habe keine Informationen über irgendwelche gesundheitlichen Probleme von Käufern der Produkte, sagte der Woolworth-Sprecher. Für Kunden wurde eine Servicehotline bereitgestellt.

Bei TK Maxx geht es um Spielzeug »Stretcherz Stretch Squad«, das im Januar und Februar in den Läden der Kette verkauft wurde.

Die Warnungen wurden auch über das Portal Lebensmittelwarnung.de  verbreitet.

Auch die Warenhauskette Hema ruft Spielzeug wegen Asbestgefahr zurück: Betroffen sind mehrere Produkte mit Spiel- und Bastelsand, der in den Filialen verkauft worden war. In mindestens einem Röhrchen sei der gefährliche Stoff nachgewiesen worden, teilte das Unternehmen auf dem Portal mit.

Vergangene Woche hatten bereits die Discounter Aldi Süd und Action angebotenes Baby- und Kinderspielzeug in mehreren Bundesländern zurückgerufen.

Auch andere Spielzeuge bergen ein Asbestrisiko: In Australien und Neuseeland, aber auch in den Niederlanden und Belgien wurden in zahlreichen gefärbten Sandspielprodukten Asbestfasern nachgewiesen. Werden sie einge­atmet, können sie Krebs erzeugen. Normaler Spielsand für Sandkästen im Freien ist nicht betroffen.

Sandmalbilder, kinetischer Sand, Dekosand: Behörden in Europa warnen vor asbestverseuchten Produkten. Kerstin Effers von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen erklärt hier , wie sich Käufer nun verhalten sollten.

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