Köln drückt, aber der HSV hat den Zauberfuß von Fábio Vieira
Der 1. FC Köln muss im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga weiter auf den ersten Sieg seit Ende Januar warten. Im über weite Strecken ereignisarmen Duell der Aufsteiger beim Hamburger SV nahmen die zuletzt kriselnden Rheinländer mit dem 1:1 (1:1) aber zumindest einen Punkt mit nach Hause. Der junge WM-Anwärter Said El Mala (45. Minute) traf im Abendspiel für die Gäste.
Für die Kölner war der zweite Punkt aus den vergangenen sechs Partien inklusive vier Niederlagen ein kleiner Mutmacher. Nach 26 Spieltagen rückte der FC vorläufig auf Rang 13 vor. Die Norddeutschen stehen mit 30 Punkten auf Rang zehn.
Fábio Vieira (39.) hatte die Hamburger vor 57.000 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion nur kurz vor dem Treffer des 19 Jahre alten El Mala durch einen wunderschönen Lupfertreffer in Führung gebracht.
Geniestreich von Vieira
Die Kölner begannen mutig, aber ohne große Gefahr für die Gastgeber. Die Fans sahen ausgeglichene, aber ereignisarme und langatmige erste knapp 40 Minuten ohne klare Torchancen.
Ein Geniestreich änderte die Tristesse im Stadion: Nach einem schönen Zuspiel von William Mikelbrencis in den Lauf von Vieira lupfte dieser den Ball sehenswert über FC-Torwart Marvin Schwäbe. Der Volkspark bebte. Die Freude der Heimfans hielt aber nicht lange an. Nach Trubel im Zuge eines Eckballs im HSV-Strafraum stand plötzlich El Mala völlig frei und köpfte zum Ausgleich ein.
Der Kandidat für den Kader der deutschen Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft im Sommer dürfte sich durch die zuletzt zwei Startelf-Einsätze auch wieder mehr in den Aufmerksamkeitsradius von Bundestrainer Julian Nagelsmann gespielt haben. Der DFB-Coach hatte zuletzt die aus seiner Sicht zu geringen Einsatzzeiten kritisiert.
In der zweiten Hälfte hatte der 1. FC Köln mehr vom Spiel, konnte seine Überlegenheit und die Mehrzahl der gefährlichen Aktionen aber nicht in den Siegtreffer umwandeln.
Der 1. FC Köln empfängt am kommenden Samstag Borussia Mönchengladbach zum Derby (15.30 Uhr), der HSV tritt drei Stunden später bei Borussia Dortmund an.