»Verrückte Erfahrung« – britischer Langläufer betrinkt sich bei Weltcuprennen
Das Ski-nordisch-Mekka Holmenkollen ist bekannt für Volksfeststimmung. Mit allem, was dazugehört – zumindest bei den Fans. Der britische Skilangläufer Gabriel Gledhill aber nahm im 50-Kilometer-Weltcuprennen am Samstag in Oslo selbst nur zu gern am bunten Treiben teil, er überquerte am Ende völlig betrunken die Ziellinie und sprach darüber.
»Es hat unglaublich viel Spaß gemacht. Ich bin ziemlich betrunken. Schon in der dritten Runde habe ich angefangen, Bier und Schnaps zu trinken. Es war eine verrückte Erfahrung«, sagte der 23-Jährige skandinavischen Medien. Zuschauer am Streckenrand hätten ihm wiederholt alkoholische Getränke gereicht. Nach eigener Rechnung verleibte er sich ein gutes Dutzend Bier und eine Handvoll Schnäpse ein.
Mit mehr als 20 Minuten Rückstand auf den norwegischen Sieger und zweimaligen Olympiasieger Einar Hedegart erreichte Gledhill auf Rang 67 das Ziel – 75 Läufer waren gestartet. »Ich bin ziemlich betrunken gerade. Es war ziemlich schwierig, ins Ziel zu kommen. Aber am Holmenkollen geht es darum, Spaß zu haben«, sagte er.
Ganz locker weggesteckt hat Gledhill sein Rennen mit all den Begleiterscheinungen allerdings nicht: Nach eigenen Angaben erbrach er sich während des Rennens. Zum Glück, möchte man sagen, ist Holmenkollen nur einmal im Jahr.
Gledhill beim Rennen in Norwegen
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