»Enttäuscht, genervt, traurig« – Stuttgart muss wohl in die Playoffs
Dämpfer in der Ewigen Stadt: Der VfB Stuttgart muss in der Europa League wohl für die ungeliebten Playoffs planen. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß verlor bei der AS Rom 0:2 (0:1) und verpasste den angepeilten Sprung unter die besten acht. Beide Treffer für den Vierten der italienischen Serie A erzielte Niccolò Pisilli (40. Minute, 90.+3).
Damit ist der Bundesligist beim Abschluss der Ligaphase am kommenden Donnerstag auf Patzer mehrerer Konkurrenten angewiesen, um sich doch noch die direkte Qualifikation für das Achtelfinale zu sichern. In den letzten Ligaspieltag geht der VfB als Tabellen-13., er trifft dann auf die Young Boys Bern.
»Wir müssen uns an die eigene Nase fassen«, sagte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß bei RTL: »Die Effizienz, die wir in der Liga haben, haben wir in Europa vermissen lassen. Das führt jetzt wahrscheinlich dazu, dass wir noch zwei weitere Spiele haben.«
Auch für Torjäger Ermedin Demirović war das 0:2 eine Lehrstunde in Sachen Effizienz. »Wenn du so viele Hochkaräter hast, und die gefühlt zweimal aufs Tor schießen und das Spiel 2:0 gewinnen, dann auf jeden Fall«, antwortete der Stürmer auf eine entsprechende Frage.
»Ich glaube, den muss ich machen«
Er sei »enttäuscht, genervt, traurig«, sagte Nationalspieler Jamie Leweling: »Wir hätten hier gewinnen können.« Gerade in der zweiten Halbzeit hatte der VfB beste Chancen zum Ausgleich leichtfertig vergeben, unter anderem scheiterten Deniz Undav (58. Minute) und Demirović (79.) völlig frei stehend. »Ich glaube, den muss ich machen«, sagte Demirović zu der von ihm vergebenen Chance, die das 1:1 bedeutet hätte. »Ich muss überzeugter sein in so einer Situation.«
»Das wird eine kurze Nacht für uns alle, aber dann werden wir es auch abstreifen«, sagte Hoeneß, der abseits der mangelnden Effizienz viel Lob für seine Mannschaft übrig hatte. »Die Jungs können stolz sein«, sagte der 43-Jährige: »Wir haben hier in einer anspruchsvollen Atmosphäre gegen einen guten Gegner ein ordentliches Spiel gemacht.«
Der zweite Bundesligist in der Europa League steht dagegen als Dritter kurz vor dem direkten Weiterkommen. Der SC Freiburg hatte am frühen Abend Israels Rekordmeister Maccabi Tel Aviv durch ein spätes Tor von Igor Matanović (82.) 1:0 geschlagen.