Für Diane Kruger wiederholt sich die Geschichte

Als Diane Kruger, 49, anfing zu schauspielern, hatte sie eine Regel: »Ich wollte nie in einem Film über den Zweiten Weltkrieg mitspielen.« Sie wolle nicht als deutsche Schauspielerin abgestempelt werden, erklärte sie der US-Branchenzeitschrift »Variety« . »Für mich war das eine so offensichtliche Besetzung.«

Für ihre Rolle als deutsche Undercover-Agentin für die Alliierten im Kriegsfilm »Inglourious Basterds« von Regisseur Quentin Tarantino lockerte sie ihre Haltung. Dazu erklärt die 49-Jährige heute: »Ich durfte dabei helfen, Hitler zu töten. Das war nicht nur toll für mich, sondern auch für mein Land und die Welt.«

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Im Film »Amrum« von Fatih Akin spielte sie erneut in einem Film über die deutsche Nazivergangenheit mit. Der Film ist im April in ausgewählten US-Kinos gestartet, in Deutschland feierte er bereits im Oktober seine Premiere. Wie Kruger »Variety« erklärte, sei sie auch deshalb inspiriert gewesen, in »Amrum« mitzuspielen, weil sie aktuelle Parallelen zu diesem Kapitel der Geschichte erkennt: »Man hat das Gefühl, dass sich die Geschichte wiederholt.«

Sie mache sich Gedanken darüber, in welcher Welt ihre Tochter aufwachsen werde. »Ich bin verzweifelt angesichts dessen, was in der Welt geschieht, weil ich das Gefühl habe, keine Macht zu haben, etwas zu ändern«, erklärt die Schauspielerin. »Und wenn man Mutter wird, ist es sehr schwer, seinem Kind zu erklären, was vor sich geht und warum das geschieht.« Sie könne sich noch erinnern, wie sie als Teenager ihren Großvater fragte: »Wie konntest du in den Krieg ziehen? Wie konnte das passieren?« Sie versuche noch immer, alles zu verstehen.

Kruger ist mit dem US-Schauspieler Norman Reedus zusammen, ihre gemeinsame Tochter wurde 2018 geboren.

Regisseur Fatih Akin hat aus einem Erinnerungsroman von Hark Bohm das Historiendrama »Amrum« gemacht. Die ganze Rezension lesen Sie hier.

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