Laura-Dahlmeier-Park in Garmisch-Partenkirchen eingeweiht

Mehr als ein halbes Jahr nach Laura Dahlmeiers tödlichem Bergunfall hat ihr Heimatort Garmisch-Partenkirchen in einer feierlichen Veranstaltung an die Ex-Biathletin erinnert – und den Kurpark Partenkirchen nach ihr benannt.

Helfer haben für die Veranstaltung sogar Schnee aus der Umgebung in den Park transportiert. »Laura hat Spuren hinterlassen – auch im Schnee, ja. Aber vor allem in den Herzen so vieler Menschen«, sagte Bürgermeisterin Elisabeth Koch (CSU) bei der Verleihung des neuen Namens. Der Park solle kein Ort des Verlustes sein, sondern ein Ort der Begegnung und der stillen Dankbarkeit. »Laura war außergewöhnlich«, sagte Koch. »Sie hatte diese seltene Verbindung aus Ehrgeiz und Gelassenheit. Aus Disziplin und Leichtigkeit. Aus Erfolg und Bodenhaftung.«

Die zweimalige Biathlon-Olympiasiegerin und siebenmalige Weltmeisterin Dahlmeier war im Juli vergangenen Jahres im Alter von 31 Jahren am Laila Peak im pakistanischen Karakorum-Gebirge ums Leben gekommen. Wahrscheinlich war die ausgebildete Bergführerin sofort tot, nachdem sie auf 5700 Meter Höhe von einem Steinschlag am Kopf getroffen wurde. Ihr Leichnam konnte nicht geborgen werden. Mehr dazu lesen Sie hier .

Die Eltern der Sportlerin haben damit ihren Frieden geschlossen. »Ich glaube, das ist der schönste Friedhof, den es für die Laura gibt, verschmolzen mit dem Herzen der Berge. Das war sie und das ist sie«, sagt Mutter Susi Dahlmeier der Nachrichtenagentur dpa.

»Wenn sie geborgen oder gefunden worden wäre, dann hätte ich das auch akzeptiert. Aber für mich ist es auch ganz fein, dass sie da dort ihre Ruhestätte einfach hat«, sagte Susi Dahlmeier weiter. Ähnlich hatte sich früher schon auch Lauras Vater Andreas Dahlmeier geäußert.

Für sie sei wichtig, dass es einen Erinnerungsort in der Heimatgemeinde Garmisch-Partenkirchen gebe, die gerade den Kurpark Partenkirchen in Laura-Dahlmeier-Park umbenannt hat. »Ich empfinde es als große Ehre, dass die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen den Park jetzt praktisch der Laura widmet. Das ist eine unheimlich schöne Geste«, sagt sie.

»Es gibt ja keinen Friedhof, wo man hingehen kann. Sie hat einfach so viele Menschen bewegt und begeistert. Wir haben gemerkt, dass es ganz wichtig ist für die Menschen, dass es einen Ort gibt, wo sie Abschied nehmen können, wo sie vielleicht noch mal sich erinnern an die besonderen Erlebnisse, die sie mit ihr hatten.«

Polizistin und Polizist am Tag der Einweihung: Gedenkstein im Park

Foto: Felix Hörhager / dpa

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