Keine Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt
Die Frühjahrsbelebung am deutschen Arbeitsmarkt ist in diesem Jahr ausgeblieben. Während in den vergangenen drei Jahren der April immer für einen starken Rückgang der Zahl an Arbeitslosen gesorgt hatte, fällt dieser 2026 deutlich schwächer aus. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) teilt mit, dass in diesem Monat weiterhin über drei Millionen Erwerbslose registriert waren. Das sind 13.000 weniger als im März.
Im vergangenen Jahr lag der Unterschied von März zu April noch bei 36.000, galt aber sogar damals schon als eher gering. »Eine Trendumkehr am Arbeitsmarkt ist noch nicht in Sicht«, sagte BA-Chefin Andrea Nahles. »Die Frühjahrsbelebung fällt auch im April schwach aus.«
Im Frühjahr kommt es oft durch unterschiedliche Faktoren zu einer Reduktion der Arbeitslosenzahl, weil mit dem Ende der Wintermonate in manchen Branchen wieder mehr gearbeitet wird als zuvor. Das betrifft etwa die Gastronomie, die Landwirtschaft und den Bau. Die Arbeitslosenquote verharrte allerdings bei 6,4 Prozent auf demselben Niveau wie im Vormonat.