Ver.di ruft in mehreren Bundesländern am Donnerstag zu Nahverkehrstreiks auf

Die Gewerkschaft Ver.di ruft für Donnerstag in mehreren Bundesländern Beschäftigte in kommunalen Nahverkehrsunternehmen zum Streik auf. Betroffen sind Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hamburg, teilt die Gewerkschaft mit. Zudem werde sich in den nächsten Tagen entscheiden, ob auch in Bremen und Hessen die Arbeit niedergelegt werde: Für Hessen soll die Entscheidung nach Verhandlungen am Montag fallen, für Bremen am Mittwoch.

Entgegen der ersten Ankündigung der Gewerkschaft ist die Beteiligung einzelner Bundesländer an dem Warnstreik ebenfalls noch offen. So teilt der saarländische Landesbezirk der Gewerkschaft mit, dort werde erst nach der für Donnerstag angesetzten Verhandlungsrunde über eine Beteiligung am Arbeitskampf entschieden. Auch aus Brandenburg verlautete, dass noch unklar sei, ob dort der Nahverkehr am Donnerstag bestreikt werde.

Es ist bereits das dritte Mal in der laufenden Tarifrunde, dass die Nahverkehrsunternehmen in mehreren Bundesländern gleichzeitig bestreikt werden. »Wir haben in den Ländern teils sehr unterschiedliche Verhandlungsstände«, erklärte die Ver.di-Vizevorsitzende Christine Behle. »Wir rufen daher nur dort zu Streiks auf, wo es jetzt wirklich Druck braucht.« In Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg wurde Ver.di zufolge bereits ein Tarifergebnis erzielt.

Die Verhandlungen beziehen sich auf die Arbeitsbedingungen, etwa Entlastungen bei der Wochenarbeitszeit und den Schichtdiensten, sowie höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird auch über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.

Anmerkung der Redaktion: Ver.di hatte zunächst mitgeteilt, auch im Saarland und in Brandenburg werde gestreikt. Die Entscheidung darüber steht aber tatsächlich noch aus. Wir haben die Passage entsprechend aktualisiert.

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