Warner Bros. Discovery stimmt Übernahme durch Paramount zu
Der Hollywoodkonzern Warner Bros. Discovery hat der milliardenschweren Übernahme durch Paramount Skydance zugestimmt. Eine entsprechende Vereinbarung sei unterzeichnet worden, teilten beide Unternehmen mit. Zuvor war der Rivale Netflix aus dem Bieterstreit ausgestiegen.
Paramount-Chef David Ellison, Sohn des Techmilliardärs Larry Ellison, erklärte, er wolle »das Erbe zweier legendärer Unternehmen würdigen«. Der Vorstandsvorsitzende von Warner Bros. Discovery, David Zaslav, zeigte sich »sehr zufrieden mit dem Ergebnis«.
Paramount, das im vergangenen Jahr von den Ellisons übernommen wurde, hatte sein Gebot für Warner Bros. Discovery zuletzt von 30 auf 31 Dollar pro Aktie erhöht. Der Verwaltungsrat von Warner entschied nun, dass dieses Angebot der zuvor bereits angenommenen Offerte von Netflix überlegen sei. Der Streamingkonzern hätte danach eigentlich vier Tage Zeit, mit einem besseren Vorschlag nachzulegen. Netflix teilte jedoch mit, ein weiteres Überbieten sei finanziell nicht mehr attraktiv. Paramount hatte sich zuvor bereit erklärt, die Vertragsstrafe von 2,8 Milliarden Dollar zu übernehmen, die Warner in diesem Fall an Netflix zahlen muss.
Netflix bot nach Angaben der Unternehmen knapp 83 Milliarden Dollar nur für das Studio- und Streaminggeschäft von Warner. Die TV-Sender sollten in eine neue Firma abgespalten werden. Paramount bietet nach der Erhöhung rund 111 Milliarden Dollar für den gesamten Konzern inklusive Fernsehsparte. Große Teile des Kaufpreises werden von Larry Ellison persönlich garantiert. Der 81-Jährige kann sich das leisten: Sein Vermögen wird aktuell vom Finanzdienst Bloomberg auf gut 200 Milliarden Dollar geschätzt.
Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta warnte unterdessen die Unternehmen vor einer Wettbewerbsprüfung – und dass eine Übernahme von Warner durch Paramount noch keine sichere Sache sei. Auch die Wettbewerbshüter in Washington werden den Deal angesichts seiner Dimension unter die Lupe nehmen.
In dem Bieterkampf geht es auch um das Schicksal des Nachrichtensenders CNN, bei dem oft kritisch über US-Präsident Donald Trump berichtet wird. Trump sagte im Dezember, es müsse sichergestellt werden, dass CNN bei einem Deal auf jeden Fall den Besitzer wechsele. Trump-Kritiker in den USA befürchten, dass CNN unter dem Dach von Paramount redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte. Wie Trump im Medienkrieg eine Schlacht nach der anderen gewinnt, lesen Sie hier .