Mütterrente kostet jährlich 13,5 Milliarden Euro

Die Mütterrente kostet einer aktuellen Auswertung zufolge jährlich rund 13,5 Milliarden Euro. Dies geht demnach aus Zahlen der Deutschen Rentenversicherung hervor, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegen. Insgesamt beliefen sich die Kosten der Mütterrente demnach seit ihrer Einführung im Jahr 2014 auf 119 Milliarden Euro.

Mit der Mütterrente sollen Benachteiligungen von Müttern bei der Rentenberechnung ausgeglichen werden. Seit Juli 2014 wurden für vor 1992 geborene Kinder zwei Jahre Erziehungszeit angerechnet, 2019 wurden die Ansprüche um sechs Monate erhöht. Ab 2027 ist eine weitere Ausweitung geplant. Dadurch sollen die jährlichen Kosten um weitere fünf Milliarden Euro steigen, finanziert werden sollen sie aus Steuermitteln.

Kritik an der Mütterrente kommt unter anderem von jüngeren Politikern der Unionsparteien sowie von Fachleuten, die angesichts der demografischen Entwicklung auf den wachsenden finanziellen Druck auf das Rentensystem verweisen. Auch der CDU-Wirtschaftsrat hatte zuletzt ihre Abschaffung gefordert.

  • Eine Übersicht der Reaktionen finden Sie hier: Die Mütterrente, zu teuer oder überfällig?

In der vergangenen Woche hatte die Bundesregierung angekündigt, dass sie nun die Umsetzung einer umfassenden Reform angehen werde. »Bis zum Ende des Jahres werden wir die ersten großen Sozialreformen umgesetzt haben, und die Rente haben wir dabei priorisiert«, sagte Kanzleramtschef Thorsten Frei dem »Tages«.

Kanzler Merz zufolge werde die bisherige gesetzliche Rentenversicherung »nur ein Baustein eines neuen Gesamtversorgungsniveaus werden, in dem die private Altersvorsorge und die betriebliche Altersversorgung eine wesentlich größere Rolle spielen werden als bisher«. Der CDU-Chef sprach in diesem Zusammenhang von einem »Paradigmenwechsel in der deutschen Altersversorgungspolitik, in der deutschen Rentenpolitik.«

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