JD Vance erntet Spott für »Titanic«-Vergleich

Der US-amerikanische Vizepräsident JD Vance hat die Wirtschaft seines Landes in einer Rede mit dem untergegangenen Schiff »Titanic« in Verbindung gesetzt – und erntet dafür Spott. Mit der Analogie wollte Vance offenbar die aktuellen Probleme bei den Lebenshaltungskosten in den USA erklären.

»Die Demokraten sprechen viel über die Krise der Bezahlbarkeit in den Vereinigten Staaten von Amerika. Und ja, es gibt eine Krise der Bezahlbarkeit, die durch die Politik von Joe Biden verursacht wurde«, sagte Vance zunächst. Dann folgte das Schlüsselzitat: »Die ›Titanic‹ lässt sich nicht über Nacht wenden. Es braucht Zeit, um zu reparieren, was kaputtgegangen ist.«

Prompt griffen Politiker in sozialen Netzwerken das Zitat auf. »Man wendet die ›Titanic‹ ÜBERHAUPT NICHT«, schrieb etwa der Gouverneur des Bundesstaates Illinois, JB Pritzker auf X. Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom, der wie Pritzker zur Demokratischen Partei gehört, postete ein spöttisches Meme.

Zu sehen ist eine Sequenz der Vance-Rede, im Hintergrund spielt die Musik aus dem berühmten »Titanic«-Film mit Kate Winslet und Leonardo DiCaprio. Das Meme zeigt auch die wohl bekannteste Szene des Films am Schiffsbug. Doch statt Jack und Rose umarmen sich darin Vance und US-Präsident Donald Trump.

Kaliforniens Gouverneur Newsom parodiert den US-Präsidenten und seine Gefolgsleute seit Längerem mit Memes im Trump-Stil. Er gilt als möglicher Kandidat der Demokraten für die nächste Präsidentschaftswahl im Jahr 2028.

In seinem Wahlkampf hatte Trump den Amerikanern niedrigere Lebenshaltungskosten versprochen. Doch viele klagen über hohe Preise etwa im Supermarkt. Obwohl Trump als früherem Geschäftsmann im Bereich Wirtschaft Kompetenzen zugesprochen wurden, zeigen jüngste Umfragewerte gerade hier schwindenden Zuspruch.

Der US-Präsident will die steigenden Preise mit einer Serie an Maßnahmen bekämpfen. Lesen Sie hier, wie er sich dabei mit Banken, Investoren, Tech- und Ölkonzernen anlegt.

Das könnte Ihnen auch gefallen