EnBW verliert nach Stopp von Windparkprojekten Milliardensumme

Das Unternehmen EnBW (Energie Baden-Württemberg) hat mitgeteilt, dass es zwei große ‌Offshore-Windparkprojekte in Großbritannien stoppt und deswegen 1,2 Milliarden Euro abschreibt. Die Projekte Mona und Morgan mit einer potenziellen Gesamtleistung von drei Gigawatt würden nicht weiterverfolgt, ‌teilte der Karlsruher Konzern am Donnerstag mit . ⁠EnBW wollte die Schwesterprojekte zusammen mit dem britischen Ölunternehmen BP entwickeln.

Hauptgrund für die Nichtfortführung ‍sei, dass EnBW in der jüngsten Vergaberunde leer ausgegangen sei und damit keine ​staatliche Förderung erhalten ‌habe. Zudem hätten gestiegene Kosten in der Lieferkette, gesunkene Stromgroßhandelspreise und höhere Zinsen die Wirtschaftlichkeit infrage gestellt, und es hätte »anhaltende Projektumsetzungsrisiken« gegeben.

Die ⁠Wertberichtigung werde im Jahresabschluss 2025 berücksichtigt. Die Prognose für das ‌bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) von ‍4,8 bis 5,3 Milliarden Euro werde ‍davon nicht berührt.

Der Karlsruher Versorger gehört zu je 46,75 Prozent dem Land Baden-Württemberg und Kommunen, der Rest ist Streubesitz regionaler Energieunternehmen und öffentlicher Akteure.

EnBW hatte früher sein Geld vorwiegend mit der Stromerzeugung aus Atom-, Kohle- oder Gaskraftwerken verdient. Inzwischen spielen erneuerbare Energien wie Wind und Sonne die Hauptrolle.

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