FC Barcelona steigt aus Super League-Projekt aus
Der FC Barcelona zieht sich aus dem Projekt einer europäischen Super League zurück. Wie der Klub mitteilte, seien die »European Super League Company« und die »beteiligten Vereine« offiziell über den Schritt informiert worden.
Noch im Oktober hatte Präsident Joan Laporta versucht, das Projekt neu anzuschieben. »Wir sind für den Frieden, denn es gibt einen Weg für die Vereine der Super League, zur Uefa zurückzukehren«, sagte Laporta. Eine Genehmigung für den Wettbewerb hat die Uefa bislang nicht erteilt.
Barcelona gehörte zu den ursprünglich zwölf Vereinen, die 2021 die Gründung eines neuen europäischen Wettbewerbs angestoßen hatten. Die deutschen Topvereine Bayern München und Borussia Dortmund hatten mehrfach ihre Ablehnung einer Super League betont. Der Hauptkritikpunkt war in den vergangenen Jahren, dass sich mit einer Super League ein geschlossener Wettbewerb für ohnehin schon große Vereine etablieren würde, der auch den nationalen Ligen schade.
Das Konzept stieß auf massive Proteste von Fans. Mehrere frühere Mitinitiatoren – darunter Premier-League-Klubs wie der FC Chelsea und Manchester United – stiegen innerhalb weniger Tage aus. Auch Atlético Madrid sowie drei italienische Vereine verabschiedeten sich. Real Madrid ist nun der letzte verbliebene Verein, kämpft weiterhin für das Konzept und fordert gleichzeitig eine Entschädigung von der Uefa für die Verhinderung des Starts der ursprünglichen Super League.
Die Initiatoren unter Vorsitz von Real-Madrid-Präsident Florentino Pérez hatten das Projekt 2024 reformiert. Die fortan als Unify League beworbene Liga sollte besser mit bestehenden Wettbewerben vereinbar sein. Vorgesehen ist, die Teilnahme an Platzierungen in den nationalen Ligen zu knüpfen. Ziel der Reform war eine Zustimmung der Uefa.