Mané schießt Senegal ins Finale, Gastgeber Marokko siegt im Elfmeterschießen

Der Senegal steht im Endspiel des Afrika-Cups. Das Team um den früheren Bayern-Profi Sadio Mané siegte im Halbfinale von Tanger (Marokko) 1:0 (0:0) gegen den Rekordmeister Ägypten. Senegal war über die gesamte Partie die deutlich dominantere Mannschaft. Im Finale am Sonntag (Anpfiff 20 Uhr) trifft das Team in Rabat nun auf Afrika-Cup-Gastgeber Marokko, das sich im Elfmeterschießen gegen Nigeria durchsetzte.

Das einzige Tor in der regulären Spielzeit der Halbfinalspiele schoss Senegals Superstar Mané in der 78. Minute. Teamkollege Lamine Camara hatte es zuvor mit einem Distanzschuss versucht, der geblockt wurde. Der Ball landete bei Mané und der schoss ihn flach in die linke untere Ecke ins Tor. Weitere Torchancen hatte es in der Partie kaum gegeben.

Ein Drama gab es um Senegals Kapitän Kalidou Koulibaly. Der Verteidiger sah in der 17. Minute die Gelbe Karte und ist dadurch für das Finale gesperrt. Anders als bei einer WM oder EM werden die Gelben Karten nicht nach dem Viertelfinale gestrichen, sondern nur nach der Gruppenphase. Koulibaly war auch im Viertelfinale gegen Mali verwarnt worden. Noch vor der Pause musste er dann sogar wegen einer Verletzung ausgewechselt werden.

Für Aufregung sorgte dann auch der erste Zweikampf der beiden Superstars der Teams: Der Ägypter Mohamed Salah, der beim FC Liverpool in der Premier League spielt (dort aber gerade einen schweren Stand hat), foulte Mané (40.). Das sorgte für eine Rudelbildung zwischen den beiden Ersatzbänken. Der Tumult konnte aber beruhigt und die Partie weitergeführt werden.

Ägypten bleibt aufgrund der Niederlage weiter bei sieben Titeln stehen, den letzten Afrika-Cup-Triumph feierte das Land 2010. Salah muss weiter auf seinen ersten Titel in diesem Wettbewerb warten. Sowohl 2017 als auch 2022 – auch damals gegen den Senegal – verlor Salah mit Ägypten die Endspiele des Afrika-Cups.

Marokko siegt im Elfmeterschießen

Im zweiten Halbfinale setzte sich Gastgeber Marokko gegen Nigeria durch. In der regulären Spielzeit waren keine Tore gefallen, auch die Verlängerung blieb torlos. Im Elfmeterschießen setzte sich Marokko dann 4:2 durch. Youssef En-Nesyri verwandelte den entscheidenden Elfmeter. Marokkos Torhüter Bono hielt zwei Versuche der Nigerianer.

Marokko, das bisher nur 1976 den Titel gewann, und der dreimalige Afrika-Cup-Sieger Nigeria lieferten sich von Beginn an ein temporeiches Spiel voller Emotionen, in dem keine der beiden Mannschaften ihre defensive Stabilität zugunsten des Risikos in der Offensive aufgab. Doch Tore fielen erst im Elfmeterschießen.

Intensive Partie in Tanger

Foto: Abdel Majid Bziouat / AFP

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