Zverev scheitert in Acapulco überraschend früh

Der deutsche Tennisprofi Alexander Zverev ist beim ATP-Turnier im mexikanischen Acapulco überraschend bereits im Achtelfinale ausgeschieden. Im Duell mit dem Serben Miomir Kecmanović, Nummer 84 der Weltrangliste, verlor Zverev in der Nacht zu Donnerstag 3:6, 7:6 (7:3) und 6:7 (4:7). Das Match dauerte 2:35 Stunden.

Der 28-jährige Hamburger war bei dem Hartplatz-Turnier an Nummer eins der Setzliste gestartet. Erst vor ungefähr einem Monat hatte sich Zverev bei den Australian Open ein dramatisches Halbfinale über fünf Sätze mit dem spanischen Superstar Carlos Alcaraz geliefert. Bei der bitteren Niederlage zeigte Zverev die vielleicht stärkste Leistung seiner Karriere, der SPIEGEL schrieb vom »besten Zverev der Geschichte«.

Anschließend nahm sich Zverev eine Pause, reiste in Ruhe nach Acapulco, wo das Turnier trotz der heftigen Gewaltausbrüche in Mexiko dennoch stattfand. Dort zeigte Zverev aber trotz mehrerer Trainingstage eine klare Schwachstelle: die Rückhand. Den Matchball entschied Zverev mit einem Rückhandschlag ins Netz – sein 17. unerzwungener Fehler mit der Rückhand an diesem Abend.

Veranstaltung trotz Gewaltwelle in Mexiko

»Er ist natürlich der große Favorit, deshalb stand ich nicht unter Druck«, sagte Kecmanović, für den es der erste Sieg gegen einen Top-fünf-Spieler überhaupt war: »Ich glaube, ich war in den entscheidenden Momenten aggressiver. Ich habe viel besser aufgeschlagen als sonst«, sagte der 26-Jährige. Im Viertelfinale trifft Kecmanović auf den Franzosen Térence Atmane.

Das Turnier in Acapulco gilt als wichtiger Formtest vor den beiden anstehenden Masters-Events in Indian Wells und Miami im März. Es wird trotz der jüngsten Gewaltwelle in weiten Teilen Mexikos ausgetragen, die infolge des Todes des Drogenbosses »El Mencho« ausgebrochen ist. Der Veranstalter hatte zuvor mitgeteilt, dass man mit den Bundes-, Landes- sowie Kommunalbehörden in »ständiger Koordination und Kommunikation« stehe.

Mit Zverevs Niederlage hat das mit 2,4 Millionen US-Dollar dotierte Turnier bereits seine drei Topgesetzten verloren. Am Montag schied in der ersten Runde der Australier Alex de Minaur (Nr. 2) aus, und am Dienstag hatte der Norweger Casper Ruud (Nr. 3) das Nachsehen.

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