Wie gefiel Ihnen der Frankfurt-»Tatort«?

»Fackel« lautete der Titel dieses »Tatorts« – ein grausamer Verweis auf das Ende des Krimis. Da zündete sich eine junge Frau aus Protest selbst an. Zuvor war das Cold-Case-Ermittlungsteam Hamza Kulina (Edin Hasanović) und Maryam Azadi (Melika Foroutan) an Untersuchungen zu einem Hochhausbrand beteiligt gewesen, die offenbar immer wieder von höheren Kreisen durchkreuzt wurden.

Der sonst so besonnene Kulina schrie irgendwann: »Was genau ist die Wahrheit? Dass das hier alles eine riesengroße korrupte Scheiße ist!« Der Kommissar war persönlich in den Fall involviert: Bei der Frau, die sich aus Protest selbst verbrannte, handelte es sich um eine Jugendliebe. Kulina war selbst in der Hochhaussiedlung, in der sich die Brandkatastrophe zugetragen hatte, aufgewachsen.

In unserer Kritik schrieben wir : »Wie die vorherige Folge aus Frankfurt, wo während eines besonders frostigen Falls am Winterende schon zarte hoffnungsvolle Blüten an den Bäumen sprossen, besticht dieser Fall mit einer Fülle vermeintlich nebensächlicher Details. Auch diesmal führte Rick Ostermann Regie. Die Dialoge sind nicht ganz so stark wie zuvor, aber visuell macht der Krimi einiges her. Oft werden die Hochhäuser aus der Unterperspektive gezeigt, sodass sie bedrohlich in den Himmel zu ragen scheinen. Tatsächlich erzählt dieser ›Tatort‹ auch von Oben und Unten. Nur dass die metaphorische Bedeutung des Wortpaares hier umgedreht wurde: Oben wohnen Menschen, die gesellschaftlich unten stehen.«

Wir gaben 8 von 10 Punkten. Was sagen Sie zu dem Krimi?

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