Decathlon setzt ausgerechnet auf das umkämpfte Fahrrad

Decathlon ist der weltweit größte Sporthändler – doch der Gigant tut sich ausgerechnet in Deutschland richtig schwer: In Frankreich, Belgien oder Spanien halten die Franzosen die Marktführerschaft mit einem Anteil von bis zu 25 Prozent. Doch hierzulande sind es nur rund fünf Prozent, die Konkurrenten und Verbundgruppen Intersport und Sport 2000 stehen für rund die Hälfte des Marktes.

Deutschlandchef Arnaud Sauret will die Konkurrenz nun mit einem gewagten Plan ausstechen, wie er dem manager magazin erzählt hat. Er setzt ausgerechnet auf Fahrräder. Man sei in allen Sportarten gut gewesen, aber in keiner sehr gut, sagt Sauret.

Sein Strategieschwenk: ein starker Fokus auf das Geschäft mit dem Zweirad und neue, kleinere Läden in Innenstädten, Einkaufszentren und an Bahnhöfen. Das ist nicht weniger als eine Abkehr vom bisherigen Modell riesiger Filialen, vorrangig in Gewerbegebieten, das in Deutschland an Grenzen stößt, weil Kommunen große Flächen am Stadtrand nur ungern freigeben.

Handelsexperte Gerrit Heinemann von der Hochschule Niederrhein sieht den Fahrradfokus skeptisch: Er verweist auf etablierte Ketten wie B.O.C. und Großanbieter wie Rose Bikes, gegen die es für Decathlon auf dem ohnehin angeschlagenen Fahrradmarkt nicht einfach werde. Und ein großes Problem seiner neuen Deutschland-Offensive hat Sauret zudem noch nicht gelöst.

Neugierig geworden? Die ganze Geschichte können Sie hier bei manager magazin lesen.

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