Ex-Weltmeister Cross hat vor dem Turnier seine Pillen abgesetzt
Der ehemalige Darts-Weltmeister Rob Cross hat aufgrund mentaler Probleme Tabletten genommen. Das erzählte der Engländer am Sonntag nach dem Einzug in die dritte WM-Runde. Vor dem Start der Weltmeisterschaft im Londoner Alexandra Palace habe er sie aber abgesetzt. »Ich habe aufgehört, meine Tabletten zu nehmen«, sagte Cross: »Ich habe mir gedacht, es ist besser, mit der Person in mir befreundet zu sein, anstatt zu versuchen, sie auszublenden.«
Cross hatte bereits im vergangenen Jahr öffentlich über seine Depressionen gesprochen. Grund dafür sei die Veränderung in seinem Leben gewesen, die der WM-Titel 2018 nach sich zog. Damals hatte Cross als Debütant sensationell im Ally Pally triumphiert. Er habe »lange, lange darunter gelitten«, sagte der heute 35-Jährige. Es sei das erste Interview, in dem er über seinen Tablettenkonsum spreche.
»Ich fühle mich großartig«
»Wenn du dich so fühlst, musst du darüber reden«, sagte Cross, »sonst frisst es dich auf.« Er habe sich oft »niedergeschlagen gefühlt«, sagte der Weltranglisten-17. weiter. Nun aber fühle er sich gut. »Ich fühle mich großartig.« In der zweiten WM-Runde setzte sich Cross gegen Routinier Ian White überzeugend mit 3:1 Sätzen durch, im vergangenen Jahr war der viermalige Majorsieger in ebenjener Runde ausgeschieden.
Auch mit seinem Unternehmen geriet Cross zuletzt in Schwierigkeiten. Mit der »Rob Cross Darts Limited«, die er für die Verwaltung seines eingespielten Preisgelds gegründet hatte, hat Cross Steuerschulden angehäuft. Wie im vergangenen Juni bekannt wurde, muss der Dartsprofi mehr als 450.000 Pfund (rund 533.000 Euro) nachzahlen.